Kriseninterventionsteam

Vorstellung Notfallseelsorge / Krisenintervention Leipziger Land

Tommy Schmidt engagiert sich ehrenamtlich seit 7 Jahren in der Notfallseelsorge/Krisenintervention. Wenn er Bereitschaft hat kann es sein, dass die Rettungsleitstelle Grimma bei schweren Unfällen, Suiziden oder plötzlichem Kindstod seine Nummer wählt. Als Krisenhelfer begleitet er dann Polizisten beim Überbringen der Todesnachricht und ist für Hinterbliebene, Betroffene und Einsatzkräfte da, um ,,Erste Hilfe für die Seele" zu leisten.

Er selbst ist aktiver Feuerwehrmann und kennt diese Einsätze genau, in denen Bilder von Schwerstverletzten bzw. Verstorbenen immer wieder in seinem Gedächtnis erscheinen.

Mit diesen sogenannten Flashbacks können gerade die Kameradinnen und Kameraden der freiwilligen Feuerwehren jederzeit durch traumatische Einsätze konfrontiert werden, bei denen sie zum Beispiel leider keine Hilfe mehr leisten konnten.

,,Unsere 27 speziell darauf geschulten Notfallseelsorger und Krisenhelfer unseres Trägers Diakonie Leipziger Land wissen genau, was die Einsatzkräfte in solchen Dingen bewegt und wie wir dabei intervenieren können" erzählt Susann Lawrenz-Wuttke, die das Kriseninterventionsteam im Jahr 2003 im Landkreis mit auf die Beine gestellt hat und nun als deren Koordinatorin tätig ist.

Auch Tommy Schmidt selbst war mehrfach nach besonders schweren Einsätzen bei diversen Feuerwehren im Landkreis und hat sowohl über Gruppengespräche als auch bei Gesprächen mit einzelnen Kameraden dafür gesorgt, dass die Feuerwehr nicht auf Status 6 gehen muss. ,,Die Hauptaufgabe von uns ist, die Handlungsfähigkeit der Betroffenen und in diesem Falle die Einsatzbereitschaft der einzelnen Feuerwehrkräfte wieder herzustellen" weiß er zu berichten.

Die Alarmierung des KIT erfolgt über Funkmeldeempfänger durch die Rettungsleitstelle. Alarmiert werden wir von der Polizei, Rettungsdienst, Notärzten oder eben der Feuerwehr über Funk oder der 112.

,,Für viele Rettungskräfte sind wir auch an der Einsatzstelle eine große Hilfe, wenn zum Beispiel bei einem Gebäudebrand Leute evakuiert werden müssen und die Feuerwehr keine Kapazität hat diese zu betreuen" erzählt Tommy Schmidt.

Bei ca. 60 bis 80 Einsätzen im Jahr rückt das KIT neben dem obengenannten auch bei Großschadensereignissen (Zugunglück Lauterbach), Katastrophen (Hochwasser 2002 und 2013), Betreuung nach Verbrechen, häuslichen Todesfällen oder vermissten Personen aus.

Gerne sind wir bereit, uns persönlich bei Feuerwehren vorzustellen und bei einem Dienst über unsere Arbeit zu berichten. Schulungen für Führungskräfte ab Gruppenführer werden ebenfalls kostenlos durch uns durchgeführt.

Ein letzter Tipp: Auch wenn bei Einsätzen kein Mensch verletzt wird oder gar ums Leben kommt, können Betroffene oder Helfer durch eventuelle Todesängste oder durch große materielle Verluste in seelische Not geraten. Die Alarmierung des KIT kostet nix. Ganz nach dem Motto: Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig. Helfen Sie uns Helfen!!!

 

Die KIT-Teddys sind eine große Hilfe bei der Arbeit der Notfalseelsorger

 

 

Das Angebot der Notfallseelsorge umfasst eine kostenfreie psychosoziale, seelsorgerische Betreuung und Begleitung von Menschen in Krisensituationen, unabhängig von religiöser oder weltanschaulicher Prägung. Der Bereitschaftsdienst der Notfallseelsorge steht täglich rund um die Uhr zur Verfügung.

Einsatzbereiche

Die Arbeit der Notfallseelsorge umfaßt folgende Einsatzbereiche:

  • Betreuung von Unfallopfern, Angehörigen und unverletzt Beteiligten
  • Betreuung Angehöriger nach erfolgloser Reanimation
  • Überbringen von Todesnachrichten mit der Polizei
  • Betreuung von Angehörigen nach vollendetem Suizid
  • Opferbetreuung bei Haus- oder Wohnungsbränden
  • Nachbesprechung für Einsatzkräfte
  • Großschadensereignisse
  • Evakuierungsmaßnahmen
  • Betreuung nach plötzlichen häuslichem Tod

Mitarbeiter

Die Mitarbeit in der Notfallseelsorge ist ehrenamtlich. Durch entsprechende Aus- und Weiterbildung sind die Notfallseelsorger auf ihre Einsätze vorbereitet. Die Anforderung erfolgt vorrangig über die Rettungsleitstelle auf dem Wege der Nachforderung durch Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Feuerwehr sowie der Polizei.

Notfallseelsorge – Warum?

In Extremsituationen braucht es oft einfach nur einen Menschen, der anwesend und auf den Verlass ist. Manchmal brechen bei den Beteiligten – den Unfallopfern, den Angehörigen und Einsatzkräften – existenzielle Fragen auf. Es ist dann gut, einen kompetenten Gesprächspartner vor Ort zu haben.  Notfallseelsorger leisten „Erste Hilfe für die Seele”, um schweren gesundheitlichen Folgeschäden vorzubeugen.

 


 Flyer des KIT Landkreis Leipzig

 

 

http://www.diakonie-leipziger-land.de

 



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