Einsatzstichwort: HVKUKLEMM, LKW gegen LKW
Einsatzort: Zwenkau, B2 Höhe Flugplatz
Einsatzdauer:  ca. 3,5 h
Einsatzleiter: Bernd Colditz
Fahrzeuge:

FF Zwenkau: ELW, HLF 20/16

FF Rüssen-Kleinstorkwitz: MZF

FF Böhlen: LF 16/12

FF Großdeuben: LF 8/6

Sonstiges:

RTW, RTH Christoph 61, NEF, Polizei Westsachsen, DEKRA

Bericht:

Den Einsatzkräften bot sich am Unfallort - circa 500 Meter vom Flugplatz Böhlen in Richtung Großdeuben entfernt - ein grauenhaftes Bild. Das Fahrerhaus des Muldenkippers war bei der Kollision komplett abgerissen und deformiert worden. In diesem Wrack wurde die 40-jährige Fahrerin eingeklemmt. Sie hatte schwerste Verletzungen erlitten, denen sie trotz sofort eingeleiteter medizinischer Hilfe kurz danach erlag. Nachdem der Rechtsmediziner die Leiche freigegeben hatte, kamen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zwenkau und Böhlen zum Einsatz, um die Tote mit einem hydraulischen Rettungsgerät aus dem Wrack zu schneiden und zu bergen. Ein Job, der an die Nieren geht. "Es ist nicht einfach", sagte Böhlens Stadtwehrleiter Jens Mieth (47) auf Anfrage, der eigenen Angaben zufolge "schon viele schlimme Bilder" gesehen habe. Die Frau musste aus einem Schrotthaufen - der Motor war von außen zu sehen - geborgen werden. Das zweite Fahrzeug landete nach dem Unfall umgekippt im Straßengraben. Dessen 39-jähriger Fahrer hatte weit mehr Glück. Er konnte leicht verletzt gerettet werden. Der gebürtige Rumäne, der für eine deutsche Firma in Hessen arbeitet, steht nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig unter Schock. Er wurde in eine Klinik gebracht und untersucht. Innere Verletzungen seien nicht ausgeschlossen. Eine Vernehmung des 39-jährigen Mannes sei noch nicht möglich gewesen, hieß es am Abend. Die B 2 war seit 10.18 Uhr komplett gesperrt. Die Ermittlungen und Untersuchungen zum Unfallhergang dauerten bis in die Abendstunden an. Es entstand Sachschaden von etwa 100 000 Euro. Was den tragischen Unfall letztlich auslöste, ist momentan offen. "Die Unfallursache ist noch völlig unklar", sagte Uwe Voigt, Pressesprecher der PD Leipzig. Die Ermittlungen des Verkehrsunfalldienstes und das Gutachten der Dekra müssten abgewartet werden. Die Beräumung der Unfallstelle dauerte bis Redaktionsschluss an. Nur am Rande: Das Rettungsgerät der Böhlener ging bei der Bergung kaputt. Die Zwenkauer Kameraden konnten mit einem zweiten, funktionstüchtigen Spreizer aushelfen.

Bilder:

Artikel/Bilder: LVZ / FF Zwenkau

 

 

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