Einsatzstichwort: FGebäude-Person, Wohnungsbrand
Einsatzort: Groitzsch, Hopfengartenstraße
Einsatzdauer: ca. 4 h
Einsatzleiter: Mario Zetzsche
Fahrzeuge:

FF Groitzsch: ELW 1, LF 16/12, DLK 23/12, TLF 16/25

FF Berndorf: TSF-W/Z

FF Großstolpen: LF 8 + STA

FF Gatzen: MZF + TSA

FF Pegau: LF 16/12

FTZ Landkreis Leipzig: GW-A

Sonstiges:

Polizei Westsachsen, Kriminalpolizei, Brandursachenermitler

Bericht:

Hinter den Fenstern der Erdgeschosswohnung war das Lodern von Flammen zu sehen. Ein Kind, gerade auf dem Weg zur Schule, reagierte prompt: Keine zehn Minuten später war die Groitzscher Feuerwehr vor Ort. Was sich ihr dort bot, beschreibt Mike Köhler, Sprecher der Wehr, mit "eine schwierige Situation". Die Wohnung im Parterre habe bereits lichterloh gebrannt. "Anwohner berichteten, dass sich zwei Menschen im Haus befanden. Wir haben sofort die Wehren Pegau, Gatzen, Großstolpen und Bernsdorf nachalarmiert, um genügend Leute unter Atemschutz zu haben", sagte Köhler. Eine Frau habe das Haus verlassen können. Ein Mann im Erdgeschoss dagegen habe sich zur Wehr gesetzt und dabei eine Pistole in der Hand gehabt. "Wir mussten von einer erheblichen Gefahr ausgehen", sagte Köhler. Die Truppe um Wehrleiter Mario Zetzsche, der selbst den Einsatz leitete, habe den Mann aus dem Haus bringen können. "Nach unseren Ermittlungen hat der Mann vor der Tür seiner Wohn...ung Feuer gelegt", sagte Polizeisprecher Uwe Voigt zum aktuellen Ermittlungsstand. Der 69-Jährige soll möglicherweise sogar versucht haben zu verhindern, dass seine Frau sich aus der Wohnung im Obergeschoss rettete. Bei der Waffe habe es sich um eine Signalpistole gehandelt. Wegen des Verdachts auf Rauchgas-Vergiftung brachte der Rettungsdienst die Frau und den Mann, ein Paar, beide 69 Jahre alt, in Krankenhäuser - in verschiedene, wie Voigt angesichts des Vorfalls anmerkte. Kriminalisten begaben sich schon am Vormittag am Brandort auf Ursachensuche. Beide Wohnungen sind nicht mehr bewohnbar. Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt gegen den 69-Jährigen wegen Brandstiftung und prüft, ob weitere Tatbestände vorliegen.

Bilder:

Artikel: Leipziger Volkszeitung

Bilder: Francis Günther

 

 

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