Gelebtes Ehrenamt: Mit über 200 Besuchern war der Saal im Rittergut Großpösna gut gefüllt. Unter den Gästen waren auch 83 Frauen und Männer, die an diesem Abend für ihre ehrenamtliche Arbeit gewürdigt wurden. Darunter sind die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, die für ihre 25- und 40jährige ehrenamtliche Tätigkeit geehrt wurden. Die Helferinnen und Helfer der DRK Kreisverbände e.V., Ortsverbände des Technischen Hilfswerkes und der Diakonie Leipziger Land, die sich seit 10, 25 und 40 Jahren engagieren wurden ebenso gewürdigt, wie Personen, die besonderes im Katastrophenschutz geleistet haben.

Landrat Henry Graichen bedankte sich bei Kräften im Namen aller Einwohner des Landkreises. Es sei kaum auszurechnen, was an Einsätzen geleistet wurde, wie oft der Schlaf und Privates hinten anstehen musste und mit welchen Erlebnissen die Einsatzkräfte und Helfer oft zurechtkommen müssen. Nur dieses flächendeckende Engagement der Einsatzkräfte ermögliche es, innerhalb weniger Minuten in nahezu jedem Winkel des Landkreises mit hoher Professionalität die Hilfe zu leisten, die nötig ist, die Situation unter Kontrolle zu bekommen. Um das System leistungsfähig und modern zu halten, so Landrat Graichen, müssen Anreizen für das Ehrenamt geschaffen werden. Wie die Großpösnaer Bürgermeisterin Gabriele Lantzsch in ihrer Begrüßung regte auch er an, diejenigen, die sich nicht aktiv für die Sicherheit der Gesellschaft einbringen stärker in die Pflicht zu nehmen.

Verliehen wurde zudem das Feuerwehr-Ehrenzeichen als Steckkreuz in Silber an Peter Wagner von der Stadtfeuerwehr Wurzen, Ortsfeuerwehr Nembt als Auszeichnung für besondere Leistungen durch den Freistaat Sachsen. Vorbereitet war auch die Verleihung des Feuerwehr-Ehrenzeichen als Steckkreuz in Gold an Tommy Klisch von der Gemeindefeuerwehr Bad Lausick, er konnte aber an der Veranstaltung nicht teilnehmen.

David Zühlke, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes des Landkreis Leipzig, bedankte sich gemeinsam mit Landrat Henry Graichen bei fünf Unternehmen die sich als Partner und Förderer der Belange der Feuerwehr hervor getan hatten.

Unter den Gästen befand sich Polizeipräsident Bernd Merbitz, der Landtagsabgeordnete Svend Gunnar Kirmes, sowie viele Bürgermeister und Kreisräte. Auch die Musik kam aus den Reihen der Ehrenamtlichen. Das Blasorchester der Feuerwehr Frohburg, eine der drei Musikzüge sorgte gekonnt für Stimmung.

Fotos und die Namen der Frauen und Männer, die da sind

  • wenn es, im wahrsten Sinne des Wortes - brennt -
  • wenn Not am Mann/Frau ist,
  • wenn Hilfe und Unterstützung gebraucht wird,

finden Sie im Download. Wir haben allen Grund stolz auf Sie zu sein!

4.000 Ehrenamtliche im Brand- und Katastrophenschutz

Im Landkreis engagieren sich ehrenamtlich 3.339 Mitglieder aktiv in den Feuerwehren, 1.319 in den Jugendfeuerwehren, 630 im Katastrophenschutz sowie 41 im Bereich der Notfallseelsorge und Krisenintervention. Sie stellen die Versorgung in Notlagen in 31 Gemeindefeuerwehren, 147 Ortsfeuerwehren, 11 Katastrophenschutz- und 5 Führungseinheiten, 2 Ortsverbänden des Technischen Hilfswerkes und einer Notfallseelsorger- und Kriseninterventionsgruppe sicher. Seit diesem Jahr steht mit einer Rettungshundestaffel aus Markranstädt eine Katastrophenschutzeinheit für die Menschensuche auf dem Land und im Wasser zur Verfügung.

Investitionen

Mit Anerkennung alleine lässt sich keine Notlage bekämpfen. Neben der Wertschätzung, fließen daher auch zahlreiche Investitionen in Einsatzmittel und Ausrüstung. Zur Sicherung der Gefahrenabwehr sind für die Jahre 2017/2018 fast 1,9 Mio. Euro bereitgestellt worden. Damit konnten z.B. der Neubau des Gerätehauses in Großstolpen (Groitzsch), sowie die Umbauten in Frankenhain (Frohburg), Glasten und Buchheim (Bad Lausick) gefördert werden. Neue Fahrzeuge konnten über Fördermittel für die Wehren in Gerichshain und Frohburg (Ersatz eines HLF 20), in Bennewitz und Zwenkau (Gerätewagen Logistik) sowie ein MTW für die Ortswehr Threna in Belgershain ermöglicht werden.

Der Freistaat hat den Katastrophenschutzeinheiten zwei Einsatzleitwagen für die Führungsgruppe Brandschutz und Betreuung/Sanität, drei Notfallkrankenwagen für die Einsatzzüge der drei DRK Kreisverbände (Muldental, Geithain und Leipziger Land), zwei Feldküchen für die Einsatzzüge der der DRK Kreisverbände Muldental und Geithain übergeben.

 

 

Der Kreisfeuerwehrverband wünsch allen ausgezeichneten Kameradinnen und Kameraden alles erdenklich Gute!

 

Artikel/Bilder: Brigitte Laux  / Mike Köhler


 

Der Fachbereich Presse –und Medienarbeit des Kreisfeuerwehrverband Landkreis Leipzig führte am vergangenen Samstag das vierte Seminar für Pressesprecher und verantwortliche Öffentlichkeitsarbeit durch. Dass das Thema Medien in den Feuerwehren immer wichtiger wird, zeigte die Teilnehmerzahl von 30 Kameradinnen und Kameraden aus dem Landkreis Leipzig. Michael Röder, Pressesprecher der Feuerwehr Markkleeberg, übermittelte in seinem Fachbeitrag die Wichtigkeit der einsatzstellenbezogenen Pressearbeit, denn es ist unabdingbar, dass Pressevertreter an der Einsatzstelle fachlich betreut werden müssen, um Falschmeldungen zu vermeiden. Er machte auch deutlich, dass die Pressesprecher der Feuerwehren eine Gruppenführer-Ausbildung besitzen sollten, um das feuerwehrtaktische Verständnis zu haben. Mit Ekkehard Schulreich von der Leipziger Volkszeitung wurde die Arbeit der Lokalredaktionen belichtet und wichtige Hinweise für die problemlose Zusammenarbeit gegeben.

Christoph Schmidt vom Projekt "Handeln bevor es brennt" des Landesfeuerwehrverband Sachsen hatte das Thema Medienrecht auf seiner Agenda. Mit Bildrecht bis zum Pressekodex behandelte er die Themen sachlich und bezog Fallbeispiele der Feuerwehren ein. Schlussendlich Stand das Kameratraining mit der Agentur TeleNewsNetwork aus Leipzig auf dem Programm. Regionalleiter Thomas Heine gab hier wichtige Tipps, wie man vor der Kamera agieren sollte. Selbstverständlich wurde dies auch gleich vor der Kamera geübt. Durch das große Interesse an dem Seminar wird schon jetzt an der Fortsetzung für 2018 geplant.

 

Artikel/Bilder: Mike Köhler


 

Am 30.08.2017 ermöglichte uns der Kreisfeuerwehrverband Landkreis Leipzig eine Schulung im Feuerwehrtechnischen Zentrum Borna, für unser neu gewonnen Mitstreiter durchzuführen. Dafür möchte sich die Leitung der Nachrichtenagentur TeleNewsNetwork GmbH & Co. KG noch einmal recht herzlich bedanken.

Die Nachrichtenagentur TeleNewsNetwork GmbH & Co. KG beliefert regionale und überregionale Fernsehsender mit aktuellen Ereignissen, wie z.B. Unfälle, Brände, Unwetter u.ä. Geschehnissen, aber auch mit „ bunten“ Geschichten und O-Tönen.

Wir helfen aber auch, z.B. Bürgern oder Vereinen, mit unseren journalistischen Möglichkeiten und unserem Netzwerk aus Sachverständigen und Anwälten, ihre augenscheinlichen Probleme, mit z.B. Behörden, Nachbarn u.a. zu lösen.

Viel Mitarbeiter von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei haben uns schon gesehen, wenn wir bei einem Brand, einem Unfall oder einer anderen Katastrophe vor Ort sind, um Videoaufnahmen für regionale und überregionale Fernsehsender vom Ereignis abzulichten.

Den Kameraleuten und Redakteuren der TeleNewsNetwork GmbH & Co. KG geht es dabei ähnlich wie den Rettungs- und Einsatzkräften vor Ort. Man weiß nicht, was einen vor Ort erwartet und soll trotzdem schnell, sachlich richtig und aussagekräftig vom Ereignis berichten.

Das erfordert auf der einen Seite viel fachliches Können, Erfahrung aber auch ein kooperatives Zusammenwirken mit den Einsatzkräften vor Ort.

Bewährt hat sich hier, die enge Kooperation mit Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Das gegenseitige Verständnis für die zu leistende Arbeit führte dazu, Erfahrungen, Erkenntnisse und Möglichkeiten für ein reibungsloses Zusammenwirken auszutauschen.

So haben sich die Pressesprecher und Einsatzleiter der o.g. Einrichtungen von TNN zu pressebezogener Einsatzstellenarbeit schulen lassen. Die Scheu vor der Kamera wurde genommen und Interviewsituationen praktisch umgesetzt.

Die Mitarbeiter von TNN wiederum haben Unterweisungen und Verhaltensformen vermittelt bekommen, um die Einsatzkräfte vor Ort nicht zu behindern oder sich selbst zu gefährden.

Am. 30.08.2017 trafen sich neue und erfahrene Mitarbeiter der Nachrichtenagentur zu einer Schulung, um die Erfahrungen und Kenntnisse an die neu gewonnen Mitstreiter weiterzureichen.

Um weiterhin qualitativ gute Öffentlichkeitsarbeit auf beiden Seiten (vor und hinter der Kamera) leisten zu können, ist es erforderlich auch immer wieder die Mitarbeiter von TNN zu schulen, zu informieren bzw. praktisch zu trainieren.

Das alles nimmt natürlich seine Zeit in Anspruch und kann nicht mal so zwischen Tür und Angel vermittelt werden. Hier zeigte sich das gute kooperative Verhältnis zwischen Telenewsnetwork als Nachrichtenagentur und der Feuerwehr sehr deutlich. Schon nach einem Anruf hat uns das Feuerwehrausbildungszentrum seine Räumlichen und technischen Möglichkeiten zur Verfügung gestellt, um diesen Schulungstag erfolgreich durchführen zu können.

Dafür noch einmal unseren recht herzlichen Dank

 

 

Artikel/Bilder: Thomas Heine / TNN

 

>>> Ausschreibung (PDF) <<<


 

 

Punkt 5:14 Uhr am 30.08.2017 traf der erste Notruf aus dem Landkreis Leipzig bei der Integrierten Regionalleitstelle (IRLS) Leipzig ein. Im Beisein von Landrat Henry Graichen, dem Leitenden Branddirektor der Stadt Leipzig, Peter Heitmann, dem Leiter der IRLS Leipzig Brandrat Sebastian Misch und Kreisbrandmeister Nils Adam wurde ein Notruf aus der Stadt Groitzsch angenommen das dringend benötigte Einsatzfahrzeug alarmiert.

Nachdem auch die Testanrufe aus Zwenkau Wurzen, Grimma und Geithain problemlos verliefen, konnte Peter Heitmann um 5:38 Uhr den erfolgreichen Vollzug der Integration der Leitstelle Grimma in die IRLS Leipzig bekanntgeben. Damit ist die technische Übergabe vollzogen und die Rettungsleitstelle in Grimma, die 21 Jahre lang die erste Anlaufstelle für Notrufe im Landkreis war, kann abgeschaltet werden. Landrat Henry Graichen bedankte sich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit während der intensiven Vorbereitungen und wünschte weiterhin viel Erfolg.

Für die Hilfesuchenden wird diese technische Umschaltung nicht zu spüren sein. Die 112 ist nach wie vor die zentrale Notrufnummer, um Brände oder lebensbedrohlicher Situationen zu melden. Auch an den Standorten der 14 Rettungswachen im Landkreis Leipzig, an denen die Rettungstransportwagen, Notarzteinsatzfahrzeuge und Krankentransportwagen stationiert sind und ausrücken ändert sich nichts. Lediglich die Vorwahl zur Anmeldung von Krankentransporten wird an Leipzig angepasst und lautet künftig 0341 19222.

Rettungswachen und Feuerwehren im Landkreis Leipzig

Die Rettungswagen, Notärzte und Krankentransportwagen rücken weiterhin von den Rettungswachen in Wurzen, Machern, Grimma, Naunhof, Colditz, Geithain, Frohburg, Bad Lausick, Borna, Eula, Groitzsch, Markranstädt, Zwenkau und Wachau zu ihren Einsätzen aus. Diese   flächendeckende Stationierung ist notwendig, um die kurzen Hilfsfristen einzuhalten.

Auch die Feuerwehren der Städte und Gemeinden bleiben an ihren bekannten Standorten. Auch der Rettungszweckverband wird wie bisher seine Aufgaben weiter von Grimma aus erledigen, da die Leitstelle ein Bruchteil seiner Gesamtaufgaben war.     

In Kürze

Notruf 112 für die Meldung von Bränden oder lebensbedrohlicher Situationen

Anmeldungen der Krankentransporte: 0341 19222

Rettungswachen: Wurzen, Machern, Grimma, Naunhof, Colditz, Geithain, Frohburg, Bad Lausick, Borna, Eula, Groitzsch, Makranstädt, Zwenkau und Wachau

Feuerwehren: Städte und Gemeinden

Hintergrund

Intensive Vorarbeiten: Seit 2002 wurde über ein neues Leitstellennetz in Sachsen diskutiert. In 2006 wurde die gesetzliche Grundlage für die gemeinsame Rettungsleitstelle für die Stadt Leipzig und die Landkreise Nordsachsen und Leipzig geschaffen. Nach der Fertigstellung des Neubaus in der Leipziger Gerhard-Ellrodt-Straße startete die Integrierte Rettungsleitstelle (IRLS) im Januar 2016 zunächst für die Stadt Leipzig. Im Juni 2016 wurde die Delitzscher Leitstelle integriert. Da die Leitstelle in Grimma auch die Region Döbeln betreute, musste die Übergabe der Region Döbeln zur IRLS Chemnitz (Landkreis Mittelsachsen) organisiert werden. Dieser Schritt konnte am 29.08.2017 erfolgreich abgeschlossen werden.

Menschen und Computer lernen… Seit September 2016 wurde die Überleitung der Leitstelle Grimma nach Leipzig und nach Chemnitz intensiv vorbereitet. Das Personal der IRLS Leipzig und Chemnitz war zu den Besonderheiten der neuen Versorgungsgebiete zu schulen, Abstimmungen mit Feuerwehren und Rettungsdiensten zu treffen und die technischen Voraussetzungen für eine sichere Alarmierung und Kommunikation aller an der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr Beteiligten zu schaffen. Dazu wurden u.a. auch  tausende von Datensätzen in die Computer eingespeist. Von den Alarmierungsadressen der rund 3.600 Feuerwehrkameraden, Kontaktdaten der Bürgermeister und Straßenmeistereien, über die Organisationsstrukturen bis hin zu den Plänen von rund 300 Brandmeldeanlagen und einiges anderes ist nun im System der IRLS gespeichert und kann im Notfall schnell abgerufen werden.

Einsätze 2016: Über die Rettungsleitstelle Grimma waren 2016 63.128 rettungsdienstliche Einsätze im Landkreis Leipzig zu managen. Darunter waren 31.095 Einsätze der Notfallrettung mit Rettungswagen, 13.224 Einsätze der Notfallrettung mit Notarztwagen und 18.809 Einsätze im Krankentransport. Die Hilfsfristen in der Notfallrettung (Rettungswagen/Notarztfahrzeuge) konnte 2016 in 90,9% eingehalten werden.

Hinzu kamen 1.731 Einsätze der Feuerwehren zu Bränden, technischen Hilfeleistungen, sonstigen Schadensereignissen und Übungen im Landkreis Leipzig.

In der Integrierten Regionalleitstelle Leipzig, die bis heute die Stadt Leipzig und den Landkreis Nordsachsen betreute, wurden bislang jährlich etwa 270.000 Einsätze eingeleitet.

 

 

Artikel/Bilder: Brigitte Laux (PR LRA LK Leipzig)


 

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